Über uns der Himmel unter uns das Meer

Über uns der Himmel unter uns das Meer_Cover.jpgNach dem Lesen von „Ein ganz neues Leben“ habe ich unbedingt ein neues Buch von Jojo Moyes benötigt. Also bin ich in die Buchhandlung gegangen und siehe da: Es gibt sogar ein Buch von ihr, dass sich mit Geschichte auseinandersetzt. Für mich als Geschichts- und Moyes-Fan war natürlich sofort klar: Her damit! Doch wie schafft es die Bestseller Autorin, die normalerweise nur Liebesromane schreibt, Geschichtliches zu integrieren? Mehr dazu hier…

Das Buch startet in unserer heutigen Zeit. Wir befinden uns mit Jennifer und ihrer Großmutter in Indien, sie machen Urlaub und Jen besucht ihren Freund Sanjay. Auf einem Schrottplatz für alte Schiffe am Strand sieht ihre Großmutter ein Schiff, von dem sie nie gedacht hätte es wieder zu sehen: Die HMS Victorious. Etwa 65 Jahre zuvor begleitet man 4 sogenannte „Kriegsbräute“, welche während des 2.Weltkrieges in ihrem Heimatland Australien stationierte, englische Soldaten geheiratet haben, auf ihrer Reise auf der HMS Victorious. Sie sind eine Handvoll unter vielen und ein Platz auf einem der Schiffe, die die Frauen nach England bringen sollen ist begrenzt, deshalb schummelt die ein oder andere, indem sie sagt, sie sei schwanger oder indem sie Bestechungsgelder einsetzt. Die vier Frauen sind eine bunte Mischung, jede verschiedener als die andere: Margaret, ein schwangeres Bauernmädchen; Avice, die allein durch den Reichtum ihrer Familie auf das Schiff gelangen konnte; Jean, die fälschlicherweise vorgibt schwanger zu sein und Francis, ein Krankenschwester. Es ist eine Reise ins Ungewisse…Werden ihre Ehemänner sie erwarten?

Wie immer habe ich mich beim Lesen eines Moyes-Roman erstaunlich gut in die Geschichte hineinversetzten können, aufgrund des hervorragenden Schreibstils. In jedem Kapitel wird die Geschichte wechselnd von einer der vier Frauen erzählt und es ist wunderbar, wie gut sie es schafft, die verschiedenen Charaktere und Perspektiven herauszuarbeiten. Wer schon mal einen ihrer Romane gelesen hat weiß wahrscheinlich, wovon ich spreche 😉 .Der Unterschied zu ihren vorigen Romanen ist hier, dass einem nicht aktiv eine Liebesbeziehung geschildert wird (zumindest nicht hauptsächlich), sondern eher, dass man mit denen Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen der Frauen konfrontiert wird. Gegen Mitte-Ende entwickelt sich zwar noch eine Liebesbeziehung, aber es ist nicht die Haupthandlung des Romans. Trotzdem finde ich den Handlungsstrang sehr gelungen und auch sehr berührend. Meiner Meinung nach ist es egal, ob in der Gegenwart oder der Vergangenheit: Moyes schafft es immer einen zutiefst berührenden und packenden Roman zustande zu bringen.

Zuletzt: Das Cover. Hat mich diesmal mehr überzeugt als die meisten anderen von ihr, da es dem Leser gleich am Anfang die Gefühle vermittelt, die auch hauptsächlich im Roman widergespiegelt werden: Hoffnung, Sehnsucht, Liebe, Erwartungen aber auch Einsamkeit.

Mein Fazit:

Absolut verdiente fünf Sterne, für ein Buch, dass zutiefst berührt und einen mit den Kriegsbräuten aus dem 2.Weltkrieg mitfühlen lässt

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