Das Geheimnis jener Tage

Nach einiger Zeit durfte ich im Februar wieder bei einer Leserunde des Inselverlags teilnehmen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an das Buch „Der Schneekimono“ , mein letztes Buch von besagtem Verlag. Vorweg muss ich gleich sagen, dass ich bisher nur Bücher von ihm hatte, die ein sehr bestimmtes Genre hatten, das nicht allen gefällt: Ihr Schreibstil ist sehr anders, als in den meisten Büchern und die Geschichten haben meist einen sehr tiefgründigen und aufreibenden Charakter. Ich persönlich habe dieses Genre für mich entdeckt und freue mich jedes Mal riesig, wenn ich eines von den Büchern kostenlos in die Finger bekomme (auch, weil sie ziemlich teuer sind: Für den Schneekimono muss man 22€ hinblättern!!!).

Das Geheimnis jener Tage - Zoé Miller_Buchcover

 

 

Titel: Das Geheimnis jener Tage
Autor: Zoë Miller
Verlag: Insel Verlag
Seitenanzahl: 516
Preis: 11,00€ (Print) , 10,99€ (Ebook)

 

 

 

In dem Buch geht es um Carrie Cassidy, eine junge Frau, die vor einigen Jahren ihre Eltern durch ein Flugzeugunglück verlor. Kurz nach dem Tod ihrer Eltern hatte sie auf der Hochzeit ihrer Cousine Mark kennen gelernt, ein netter, attraktiver Kerl und die beiden verliebten sich ineinander. Doch als er ihr nach einem halben Jahr einen Heiratsantrag machte, kehrte die Angst, die sie nach dem Unfall befallen hatte zurück: Was wenn sie Mark genauso lieben würde, wie ihre Eltern sich gegenseitig geliebt hatten und er eines Tages sterben würde? Total verwirrt sieht sie nur eine Möglichkeit: Sie stößt ihn von sich und versucht ihn aus ihrem Leben zu verbannen. Danach führt Carrie ein trostloses Leben: Sie lebt nur noch so dahin und freut sich über jeden Tag, der rum ist. Doch eines Tages bekommt sie Besuch von einer unbekannten Frau, die sie bittet mit ihr in die Schweiz zu kommen, um dem todkranken Ehemann einen letzten Wunsch zu erfüllen. Dieser Mann, Luis Meyer, ein weltberühmter blinder Pianist, behauptet Cassies Mutter gekannt zu haben. Und noch viel mehr: Er behauptet sogar, dass er eine Affäre mit Cassies Mutter Sylvie hatte. Da die junge Frau einfach nicht glauben kann, was ihr da gerade erzählt wurde, beschließt sie Nachforschungen über die alten Zeiten anzustellen und kommt dabei einem großen Geheimnis auf die Spur….

Zoë Miller’s Schreibstil war für mich zu Beginn ein wenig zu „lahm“. Die Story nahm nur langsam an Fahrt auf, weil in den ersten Seiten Cassies Leben nach der Trennung von Mark beschrieben wird: trostlos und deprimierend.  Doch immer wieder gibt es Flashbacks von einer jungen Frau namens Sylvie, aus den Siebzigern. Diese machen das ganze ein bisschen spannender, weil dort der Beginn und das Ende der Affäre zwischen Sylvie und Luis Meyer geschildert wird. Was mir sehr gut gefallen hat, waren dann die Beschreibungen der Umgebung: erst einmal von Cork in Irland, wo Cassie lebt und auch von Luis‘ Anwesen in Luzern in der Schweiz. Außerdem konnte mich die Protagonistin Seite für Seite für sich gewinnen und somit hat sich die Spannung im Buch immer mehr gesteigert und auch mein Gefallen an ihm. Trotzdem denke ich, dass man den Schreibstil oder das Genre mögen muss. In der Leserunde gab es eigentlich nur zwei Meinungen: Entweder du fandest es toll, so wie ich oder du warst der Meinung, dass es ein einziger Flop ist, viel dazwischen gab es nicht.

Abschließend gebe ich dem Buch also 4 Sterne, weil es mich von der Geschichte und dem Schreibstil fast komplett überzeugt hat, aber ich mich erstmal mit ihm „anfreunden“ musste 😉

LG Sireadh

 

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2 Gedanken zu “Das Geheimnis jener Tage

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